Um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern, gilt ab dem 10. November 2020 eine Ausgangsbeschränkung von 20:00 bis 5:00 Uhr Die Auswirkungen der Verkehrsbeschränkungen im März haben wir bereits in früheren Artikeln untersucht Jetzt betrachten wir die Beobachtungen anhand der Daten unserer IPS-401 NB-IoT Traffic Sensoren im Stadtzentrum
Die Daten stammen aus einem kleinen Gebiet und von einer begrenzten Zahl von Sensoren. Sie eignen sich daher nicht für allgemeine Schlussfolgerungen, zeigen aber die lokalen Auswirkungen der Maßnahme und die Veränderung der Verkehrsmuster. Beim Vergleich eines durchschnittlichen Dienstags vor und nach der Einführung nimmt der Verkehr am Nachmittag kontinuierlich ab. Nach 20 Uhr setzt der erwartete deutliche Rückgang ein.
Die Tagesdaten der untersuchten Woche schwanken. An manchen Tagen sinkt der Verkehr gegenüber dem gleichen Wochentag vor der Beschränkung, an anderen steigt er. Insgesamt ging die von den Sensoren erfasste Verkehrsbelastung jedoch um fast 10 % zurück.
Beim Vergleich der wöchentlichen Daten vor und nach der Beschränkung — hier untersuchten wir die Messwerte um 22:00 Uhr — sank der nächtliche Verkehr in diesem Gebiet im Durchschnitt auf 25–26 % des üblichen Niveaus.
Durch die kontinuierliche Überwachung von IoT-Daten können wir sehr schnell Schlussfolgerungen ziehen, Entscheidungen für Verkehr, öffentliche Ordnung oder Geschäftsbetrieb treffen und bei Bedarf eingreifen. Die gemeinsame Auswertung mit Daten anderer Systeme kann ein wesentlich differenzierteres Bild der konkreten Wirkungsweise unserer Entscheidungen liefern.

