Was bedeutet intelligente Messung?
Intelligente Messung verbindet regelmäßige Verbrauchsmessung mit Fernerfassung und zentraler Verwaltung des Zählerbestands. Bei der Strommessung in Haushalten erreichen intelligente Zähler IntelliHES über ihre integrierten Kommunikationsmodule direkt durch ein Mobilfunknetz.
Messwerte mit Zeitstempel zeigen neben dem kumulierten Verbrauch eines Ablesewerts auch dessen zeitlichen Verlauf. Versorger müssen zudem wissen, welche Zähler Daten geliefert haben, wo Messwerte fehlen und welche Ausleseaufgaben Aufmerksamkeit benötigen.
Die Lösung umfasst die intelligente Messung des Strom-, Gas- und Wasserverbrauchs. Das Hauptbeispiel ist die direkte Mobilfunkanbindung intelligenter Stromzähler. Gas- und Wasserzähler nutzen eigene Kommunikation oder bei Zählern ohne Kommunikation ein ergänzendes Gateway; die Integration wird auf den konkreten Zähler und das zentrale System abgestimmt.
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Strom: Verbrauchswerte und zeitbezogene Verbrauchsprofile intelligenter Haushaltszähler erfassen.
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Gas: regelmäßig Messwerte kompatibler Gaszähler erfassen und Verbrauchsänderungen verfolgen.
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Wasser: Messwerte und Verbrauchszeitreihen erfassen, um Veränderungen der Wassernutzung zu betrachten.
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Messung: Der Zähler erfasst unterstützte Verbrauchswerte und Messdaten.
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Direkte Anbindung: Integrierter Mobilfunk überträgt die Werte an das zentrale System.
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Zentrale Erfassung: IntelliHES fragt Messwerte ab, zeigt sie an und stellt sie zur Prüfung bereit.
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Betrieb des Zählerbestands: Eine gemeinsame Arbeitsoberfläche für Zählerdaten, Inbetriebnahme und Ausleseaufgaben.
Vorteile für Versorger und Verbraucher
Regelmäßige Messwerte unterstützen Auslesebetrieb, Kundenservice und Verbrauchsverständnis. Ihr Nutzen entsteht aus einem aktuellen Überblick über den verteilten Zählerbestand.
Für Versorger
- Weniger Vor-Ort-Ablesungen: Fernverfügbare Daten ermöglichen es, Besuche auf Arbeiten mit notwendigem physischem Zugang zu konzentrieren.
- Sichtbarer Dateneingang: Tägliche Prüfungen zeigen verfügbare und fehlende Werte; die Aufgabenverfolgung macht erfolgreiche und fehlgeschlagene Auslesungen sichtbar.
- Gemeinsame Zählerdaten: Kennungen, Modelle und Kommunikationsangaben unterstützter Hersteller lassen sich zentral verwalten.
- Bessere Grundlage für Folgeprozesse: Regelmäßig erfasste Werte fließen über die Integration des empfangenden Systems in Abrechnungs- und Analyseprozesse des Versorgers ein.
- Gezielter Kundenservice und Untersuchung: Messwerte, Datenlücken und Ausleseaufgaben eines Zählers lassen sich gemeinsam betrachten.
- Unterstützung gegen unberechtigten Verbrauch: Die Analyse von Verbrauchsmustern sowie Ereignis- und Statusdaten des Zählers hilft, verdächtige Abweichungen zu erkennen und Kontrollen gezielt einzusetzen. Eine Abweichung ist ein Untersuchungshinweis; ob Verbrauch unberechtigt ist, stellt das Prüfverfahren des Versorgers fest.
- Differenziertere Tarifangebote ermöglichen: Messwerte mit geeigneter Zeitauflösung erlauben es, in angebundenen Tarif- und Abrechnungssystemen Angebote nach Zeiträumen und Verbrauchsprofilen zu entwickeln. Bei Strom kann dies auch die Verlagerung in günstigere Zeiträume fördern.
Für Verbraucher
- Weniger Abstimmung zur Ablesung: Fernauslesung reduziert Termine, bei denen persönlicher Zugang erforderlich ist.
- Detaillierteres Verbrauchsbild: Der Vergleich gemessener Zeiträume erklärt, wann und wie sich der Stromverbrauch verändert.
- Bewusste Energienutzung: Messwerte über einen geeigneten Kundenkanal bereitzustellen unterstützt die Bewertung von Gewohnheiten und Einsparmöglichkeiten.
- Zum Verbrauch passende Tarifwahl: Auf detaillierten Messwerten beruhende Tarife und verständliche Rückmeldungen unterstützen energiebewusste Entscheidungen und die Nutzung günstigerer Stromzeiten im Rahmen verfügbarer Versorgerangebote.
- Gespräche auf Messwertbasis: Versorger können Verbrauchsfragen anhand konkreter Zählerdaten untersuchen.
Verbraucherportale, Tarifverwaltung, Abrechnung und die Analyse unberechtigten Verbrauchs werden durch die angebundenen Systeme und Prozesse des Versorgers bereitgestellt. IntelliHES schafft die Grundlage für Datenerfassung und Zählerverwaltung; verfügbare Ereignisdaten hängen vom konkreten Zähler ab.
So funktioniert die Lösung
Der typische Datenweg ist direkt: intelligenter Haushaltszähler integrierter Mobilfunk IntelliHES. Das Kommunikationsmodul des Zählers stellt die direkte Anbindung her; auf diesem Weg ist kein separates Gateway erforderlich.
Intelligenter Haushaltsstromzähler
Misst den Haushaltsverbrauch und stellt unterstützte Messwerte über seine eigene Kommunikationseinheit bereit.
Integrierte Mobilfunkanbindung
Das Kommunikationsmodul des Zählers verbindet sich direkt mit dem Mobilfunknetz und darüber mit IntelliHES.
IntelliHES
Zentrale Erfassung von Zählerdaten, Datenprüfung, Verfolgung von Ausleseaufgaben und Bestandsdaten der Zähler.
Die auf die Zählermodelle abgestimmte Kommunikation, Erfassungshäufigkeit und benötigten Messgrößen bestimmen die Auslegung. Zur Einführung gehören die Prüfung der Mobilfunkabdeckung und der Verbindung zwischen Zähler und IntelliHES.
IntelliHES: das zentrale System für intelligente Messung
IntelliHES ist ein zählerherstellerunabhängiges Head-End-System. Es vereint Messwerte, Stammdaten und Auslesevorgänge intelligenter Haushalts- und Industriezähler in einer gemeinsamen Arbeitsoberfläche.
- Zählerdaten: Kennungen, Modelle, Firmwareversionen und Kommunikationsangaben verwalten.
- Inbetriebnahme: Daten und Zustände zur Inbetriebnahme von Zählern pflegen.
- Zählerdatenabfrage: nach Zähler und OBIS-Code suchen und Ergebnisse in Diagrammen und Tabellen anzeigen.
- Tägliche Datenprüfung: verfügbare und fehlende Messwerte im Kalender prüfen.
- Ausleseaufgaben verfolgen: Ausführungen sowie erfolgreiche und fehlgeschlagene Läufe betrachten.
- Stammdatenverwaltung: gemeinsame Referenzdaten für Verwaltung und Abfragen pflegen.
Unterstützte Hersteller intelligenter Zähler sind Sanxing, Sagemcom, Elster und Kaifa. Kommunikation und zugängliche Messwerte werden auf das konkrete Modell abgestimmt. Bei Industriezählern werden auch Itron, Sagemcom, Landis und Iskra unterstützt.
Gateways als Ergänzung für Zähler ohne Kommunikation
Ein externes Gateway kommt zum Einsatz, wenn ein Zähler keine integrierte Fernkommunikation, aber eine auslesbare Schnittstelle oder einen Impulsausgang besitzt. So lassen sich Teile des bestehenden Bestands einbeziehen; für intelligente Haushaltszähler bleibt direkte Mobilfunkanbindung der primäre Ansatz.
- IPS-501: liest den P1-Port kompatibler Stromzähler und überträgt Daten per Mobilfunk für Zähler ohne integrierte Fernkommunikation und mit auslesbarem P1-Port.
- IPS-520/521: überträgt Verbrauchsdaten kompatibler Gaszähler über ein externes Gateway durch das Mobilfunknetz.
- IPS-530: überträgt Werte von Wasserzählern mit Impulsausgang über NB-IoT-/Cat-M1-Netze.
- M2M Platform: Fernkonfiguration und Überwachung unterstützter zusätzlicher Kommunikationsgeräte, einschließlich IPS-501.
Die Integration des ergänzenden Gateways mit IntelliHES wird auf Zähler, Schnittstelle, Nachrichtenformat und Erfassungsart abgestimmt.
Einführung passend zum bestehenden Zählerbestand
Die Einführung beginnt mit der Erfassung der Haushaltszähler und der geplanten Datennutzung des Versorgers. Anbindung und Erfassung werden an einer ausgewählten Zählergruppe geprüft, bevor der breitere Einsatz vorbereitet wird.
- Zählerbestand: Hersteller, Modelle, integrierte Kommunikation, zugängliche Messgrößen und bestehende Stammdaten.
- Mobilfunkanbindung: Abdeckung an den tatsächlichen Messstellen und Abstimmung von Kommunikationsmodulen und Netzeinstellungen.
- Datenerfassung: Auslesehäufigkeit, Zeitstempel, Einheiten und Verfolgung fehlender Werte.
- IntelliHES-Einführung: Zähleridentifikation, Inbetriebnahme, Datenprüfungen und Ausleseaufgaben.
- Folgeprozesse: Anforderungen an die Datenübertragung in bestehende Versorgersysteme.
- Abnahme: Übereinstimmung mit Zählerwerten, Dateneingang und Prüfung des täglichen Betriebs.
Mit welchem Zählerbestand beginnen wir?
Hersteller und Modelle der Haushaltszähler, integrierte Kommunikation, Anzahl der Messstellen, Ausleseplan und angebundene Versorgersysteme bilden den Ausgangspunkt der technischen Abstimmung. Daraus ergeben sich die zentrale Zählerverwaltung mit IntelliHES und erforderliche Zusatzgeräte.


